Saison 2024/25

Central European Hockey League (CEHL)

2. Spieltag

 

IJsbaan Leuven

(Leuven / B)

Samstag, 21. Dezember 2024 / 20:00 Uhr

Chiefs Leuven - EHC Neuwied „Die Bären“
5:8 (1:1/3:5/1:2)


Tore:

0:1 (10:19) Artur Tegkaev (Juuso Rajala)

1:1 (18:18) Tommy Lubin (6-5/angezeigte Strafe)

1:2 (24:00) Michael Jamieson

2:2 (26:58) Mathijs Lievens (Erik Miller, Jeremy Côté/5-4)

3:2 (28:51) Dries Blockx (Alec James, Basim Laeremans)

3:3 (31:41) Tom Stumpe (Tjalf Deichmann, Daniel Becker)

3:4 (32:09) Michael Jamieson

4:4 (34:13) Alec James (Vadim Gyesbreghs/5-4)

4:5 (34:56) Tom Stumpe

4:6 (35:35) Jeff Smith (Juuso Rajala, Michael Jamieson)

4:7 (46:58) Janeck Sperling (Tjalf Deichmann, Artjom Alexandrov)

5:7 (57:35) Jeremy Côté (Erik Miller, Boris Kolyasnikov)

5:8 (58:29) Michael Jamieson (Penalty)

 

Strafen: LEU: 6 / NEU: 8

Torhüter: LEU: Jelle Lievens (60:00) / NEU: Oto Jeschke (60:00)

Schiedsrichter: Tim Tzirtziganis
Zuschauer: 375


Zu Teil 1 des Berichts => KLICK!

 

Da ich vor dem Kick in Wasquehal zu viel Zeit hatte, schaute ich nochmal nach Alternativen in der Gegend für heute Abend. Mit französischem Erstliga-Eishockey in Dunkerque oder Coupe de France Fußball in Calais gegen Strasbourg gab es zwei interessante Spiele, allerdings begannen diese erst um 20:30 Uhr bzw. 21 Uhr und ich wäre nochmal eine Stunde weiter westlich. Beiden beiden Spielen würde das eine Rückkehr nach Hause morgen früh gegen 5:30 bis 6:00 Uhr bedeuten, frühestens. Wecker morgen steht auf 10 Uhr, puh, das würde schon anstrengend werden, aber es reizte mich extrem. Vom Eishockey in Leuven (und es gab noch Viertliga-Fußball bei Brüssel) wäre ich jeweils gegen 3 Uhr zuhause, das würde nochmal eine ganze Mütze mehr Schlaf bedeuten. Gerade der Kick in Calais juckte mich sehr, aber ich dann aber nochmal auf Facebook nachschaute, sah ich dass das Spiel seit heute ausverkauft ist. Nun gut, dann war es eh keine Option mehr und ich blieb bei meiner ersten Idee, dem Eishockey in Leuven.

 

Durch die lange Nachspielzeit von addiert neun Minuten aus beiden Halbzeiten und einer kleinen Verzögerung wegen eines Krankenwageneinsatzes auf dem Parkplatz verlor ich ein paar Minuten, aber dennoch war ich eigentlich recht zügig auf der Autobahn. Bis zur IJsbaan Leuven hatte ich jetzt 143 Kilometer und das Navi zeigte eine Ankunft von 19:33 Uhr an, was bei Spielbeginn 20 Uhr doch ganz okay war. Ruckzuck war ich wieder in Belgien und an Kortrijk vorbei ging es mehr ins Landesinnere nach Gent. Von hier dann weiter in östliche Richtung bis Brüssel und via Autobahnring ging es einmal halb um die belgische Hauptstadt herum. Dieses geschafft, waren es von hier nur noch etwa 20 Kilometer und so kam ich gemütlich und trotz Dauerregens um 19:35 Uhr an der Skateworld an. Parken war gar kein Problem vor der Halle und nach dem Bezahlen von zehn Euro betrat ich die Eishalle, wo ich natürlich zuerst mal ein paar Fotos schoss und mich nach dem Kaufen eines Kaffees auf die Tribüne stellte. Zuerst war sie noch verdammt leer, aber bis zum Spielbeginn füllte sie sich dann doch noch ein wenig, wobei sehr viele auch aus dem warmen Restaurant über den Stehrängen schauten.

 

Bei den CEHL-Mannschaften gibt es ab Herbst immer erst den CEHL-Cup, was so etwas wie ein Pokal vor der Meisterschaft ist, um bei neun Teams nicht in der Liga sechs oder acht Mal gegeneinander antreten hat man halt einen weiteren Wettbewerb aus dem Boden gestampft. Im Endeffekt spielt man aber gegen die gleichen Teams. Nun ja, macht aber irgendwie auch schon Sinn, um die Liga vielleicht nicht ganz so langweilig zu machen. Neuwied steht im Finale dieser Pokalrunde (wird im Januar ausgetragen) und hat gestern sein erstes Ligaspiel dieser Saison zuhause verloren, die Gastgeber haben bereits zwei Matches absolviert und bisher drei Punkte auf der Habenseite aus einem Spiel gegen Mechelen, dem vermeintlich schwächsten Team in dieser Liga.

 

Das Spiel an sich war über weite Strecken ganz ansehnlich, auch wenn ich zwischenzeitlich mal dachte, die lustigen Holzhackerbuam wären unterwegs. Mehrmals wechselte die Führung hin und her und dachte man spätestens nach dem Doppelschlag der Bären kurz vor Ende des zweiten Drittels, dass dieses Spiel nun durch sei, wurde man auch hier wieder getäuscht, denn das war nicht der Fall. Obwohl beide Mannschaften gestern ein Spiel hatten, wirkten nur die Deutschen platt und die Hausherren rannten dauerhaft auf das EHC-Gehäuse, aber sie brachten das Hartgummi nicht mehr oft genug  im Netz unter. Spielerisch war Neuwied aber die bessere Mannschaft und nahm alles in allem die drei Punkte zurecht mit nach Hause.

 

Ich hatte vorher im Internet eine Frituur ausgemacht, die bis 0 Uhr offen hat, was eher seine Seltenheit ist, denn viele schließen tatsächlich bereits un 21:30 oder 22 Uhr. Da ich ja seit dem Frühstück um  kurz nach 9 nichts mehr gegessen hatte, musste ich hier unbedingt noch die 3,5 Kilometer entgegengesetzt meiner Heimfahrt machen und nochmal in Richtung Innenstadt fahren, aber das war es mir auf jeden Fall wert. Gut gestärkt (um nicht „komplett vollgefr*****“ zu sagen) machte ich mich dann um 23:10 Uhr endgültig auf den Weg nachhause. Ich hatte 389 Kilometer und das Navi sagte mir 3:50 Stunden voraus. Etwa 20 Kilometer vor der Ausfahrt aus Belgien tankte ich an einer Tanke in der Nähe der Autobahn für 1,53 Euro / Liter Super die Karre nochmal randvoll und fuhr nur wenige Minuten nach Mitternacht in die Niederlande rein, um diese keine Viertelstunde später wieder zu verlassen und bei Aachen wieder in Deutschland einzureisen. Auf der A4 bleibend ging es einmal halb um Köln herum bis nach Olpe. Hier wechselte ich auf die A45 und kämpfte mich durch die vielen Baustellen zwischen Siegen und Wetzlar. Eine kurze Pause zum Luft schnappen machte ich zwischendurch, als Vorsorge, damit ich nicht müde werde. Von Berstadt war es dann wieder eine knappe Viertelstunde Landstraßen und um 3:15 Uhr stellte ich endlich mein Auto zuhause ab, wo ich oben noch ein wenig NHL schaute, dann aber doch auch alsbald ins Bett verschwand.