Saison 2024/25

National 2 (Groupe C) / 4. Liga FRA

(14. Spieltag)

 

Complexe Sportif Lucien Montagne
(Wasquehal / FRA)

 
Samstag, 21. Dezember 2024 / 16:00 Uhr
 
Wasquehal Football -
Biesheim ASC


0:2 (0:1)


Tore:

0:1 (5.) Julien Jacquat

0:2 (90.+4.) Jiannin Bérénice

  

Gelbe Karten: Azzedine Abdallah (17.), Maxence Verquin (31.) / Mathieu Tahmouch (80.).

Schiedsrichter: Dorian Bovolenta

Zuschauer: 100

 

Zwischen den Jahren bzw. auch rund um Weihnachten versuche ich immer mal den ein oder anderen neuen Eishallen-Ground für mich einzustreuen, zumal es zu dieser Zeit bekanntermaßen sowieso mit Fußball arg mau ist. Beim durchschauen der Spielpläne fiel mir bereits vor einigen Wochen auf, dass in der Central European Hockey League (CEHL), der Nachfolger-Liga der BeNe League, die weiterhin mit Teams aus Belgien und den Niederlanden spielt, mittlerweile aber aufgestockt wurde um die deutschen Teams aus Neuwied und Diez, einige ganz gute Termine für mich liegen. Ich habe fünf der neun teilnehmenden Mannschaften bereits besucht und zwei weitere könnten in den nächsten Tagen „fallen“, passenderweise jeweils auch noch mit einem deutschen Gegner. Also nahm ich für heute auf jeden Fall schon mal das Spiel der Chiefs Leuven gegen die Bären aus Neuwied in meine Pläne mit auf und wenn nächste Woche Sonntag Geleen (gegen Diez) klappt, würden mir in dieser Liga nur noch Den Haag (Niederlande) und Mechelen (Belgien) fehlen. Um nicht nur wegen diesem einen Spiel bis kurz vor Brüssel zu fahren, suchte ich für den Mittag noch mindestens einen Kick. Vor zwei, drei Wochen war die Auswahl noch verdammt gering, aber zuletzt fand sich dann doch noch das ein oder andere Spiel und so wurde auf öfters nochmal umgeplant. Zuerst hatte ich ein Siebtliga-Kick in den Niederlanden auf dem Schirm, aber diese fand in einem Sportkomplex mit größerem Stadion statt, aber da es einige Kunstrasen-Nebenplätze gab, schreckte mich das doch ab. Als Nächstes fand ich ein Spiel der belgischen sechsten Liga, dieses war zwar sicher auf dem Hauptplatz, da dieser ein Kunstrasen ist, aber es war bei Kortrijk und Anpfiff bereits um 14 Uhr, was bedeutete, dass mein Wecker um spätestens 7 Uhr hätte klingeln müssen. Dennoch war das eigentlich mein Ziel, bis ich in der vergangenen Nacht im Bett nochmal alles durchging und ein Viertliga-Spiel In Frankreich fand, welches auch in der Ecke des belgischen Spiels war, aber da der Anpfiff zwei Stunden später war, ließ mich das länger schlafen und so entschied ich mich um. Zudem Naturrasen und vierte Liga statt sechste Liga, auch wenn ich eigentlich lieber in Belgien als in Frankreich bin.

 

Meine Nacht war lange und auch weitestgehend ruhig, ich wurde trotz langem Schlaf um 9 Uhr vom Wecker aus dem kompletten Tiefschlaf gerissen. Erstmal frisch gemacht, damit ich mich wieder wie ein Mensch fühlte. Danach dann in aller Ruhe gefrühstückt und dabei ein wenig DEL2-Highlights geschaut. Nach dem 7-3 Sieg des ECN gestern Abend guckt man sich das natürlich ganz gerne an und macht sich dann auch mit guter Laune fertig und um 10:05 Uhr auf den Weg. Die Strecke zum ersten Tages-Ziel betrug 534 Kilometer und nachdem ich in Berstadt für 1,72 Euro / Liter noch genug Sprit in den Tank gejagt hatte, um damit nach Belgien zu kommen. Als ich in Berstadt auf die A45 fuhr, hatte ich einen Puffer von exakt 45 Minuten, das sollte doch passen. Bis Wetzlar hier geblieben, lotste mich das Navi wegen Stau im weiteren Verlauf der A45 nun via B49 bis nach Limburg, wo es wieder auf den Highway ging, dieses Mal auf die A3 in Richtung Köln. Kurz vor dem Erreichen der Domstadt wechselte ich am Dreieck Heumar auf die A4, die ich dann bis kurz vor der Grenze nach Belgien (bei Aachen) befuhr. Einmal Lüttich umrundet, ging es danach runter von  der nach Brüssel führenden E40 auf die E42, die im Süden Belgiens verlaufend bis an die Küste nach Dunkerque geht. Ganz so weit musste ich zwar nicht, aber allzu weit davon entfernt war ich auch nicht mehr. Zuerst aber kurz vor Namur nochmal getankt, hier war es mit 1,62 Euro pro Liter Super zwar schon zehn Cent billiger, als 3,5 Stunden zuvor in Berstadt, aber da ich eine Woche zuvor weitere zehn Cent weniger hatte, beließ ich es erstmal bei 20 Litern und fuhr weiter in Richtung Westen. An Namur, Charleroi, Mons und Tournai vorbei, ging es von hier südlich nach Frankreich rein, wo ich Villeneuve d‘Ascq (und das ehemalige sowie auch aktuelle Stadion des Erstligisten OSC Llille, die ich beide schon besucht habe), links liegen ließ und meinen Zielort (zwischen Lille und Roubaix liegend) um 15:15 Uhr erreichte. Zuerst ergatterte ich einen der letzten Parkplätze in der Nähe des Grounds, allerdings war ein Großteil der hier parkenden nicht beim Fußball, sondern waren hier für den öffentlichen Eislauf in der Eishalle nebenan, denn hier war locker eine 30-40 Meter lange Schlange am Eingang. 

 

Da es etwa ab Lüttich durchgehend geregnet hatte, mal mehr und mal weniger, machte ich mir natürlich Gedanken, ob auch tatsächlich im Stadion gespielt werden würde oder ob man auf den Kunstrasen nebenan ausweicht. Meine Anfrage via Social Media wurde zwar gelesen, aber man hielt es leider nicht nötig mal eine kurze Rückmeldung zu geben. Am Eingang kamen mir erstmal einige Spieler mit Tasche entgegen, die Richtung Auto liefen, was mich schon eine Komplettabsage befürchten ließen. Der Weg führte durch die Kantine und von hier konnte man auf den Kunstrasen schauen, wo Niemand am aufwärmen war und auch keine Eckfahnen abgesteckt waren, also blieb wirklich nur noch Stadion oder Absage. Ich bewegte mich raus und vor mir liefen zwei Gruppen in Richtung Rasenplatz, was mich wieder etwas positiver stimmte und auf der Hälfte der Strecke sah ich dann auch schon erste Bälle fliegen, seeeehr gut. Am Eingang erklärte man mir dann aber, dass es hier keine Kassen gibt, sondern nur in der Kantine. Okay, also nochmal zurück gewackelt und hier acht Euro für eine Tribünenkarte gelöhnt. Mit dieser durfte ich dann natürlich den Ground betreten und machte mich direkt erstmal auf meine Foto-Runde.

 

In der National 2, was nach Ligue 1, Ligue 2 und National 1 die vierte Liga Frankreichs bedeutet, welche drei-geteilt über das ganze Land verteilt ist, spielte heute in der 16er Liga der Vierzehnte gegen den Achten. Für die Einheimischen auf dem ersten Abstiegsplatz stehend, ist es natürlich ein wichtiges Spiel, denn mit den drei Punkten heute könnte man punktetechnisch mit rettenden Ufer gleich ziehen. Die Gäste aus dem 605(!) Kilometer entfernten und bei Freiburg an der Grenze zu Deutschland liegendem Biesheim dürfte der Zug in beide Richtungen vermutlich abgefahren sein bei 12 Punkten Rückstand auf Platz 1 und acht Punkten Vorsprung auf den heutigen Gegner, wobei es bei einer Niederlage heute dann logischerweise auch nur noch Fünf Vorsprung auf den ersten Platz unter dem Strich wären.

 

Die besser platzierte Elf aus dem Elsass war von Beginn an das bessere Team und nach noch nicht einmal fünf Zeigerumdrehungen gingen sie auch bereits in Führung. Eigentlich hätten sie auch nur kurz darauf zum zweiten Mal jubeln dürfen, aber eine bärenstarke Torhüterparade verhinderte dies. In der Folgezeit verflachte die Partie, aber ASC hatte eigentlich alles im Griff, denn die Hausherren waren äußerst schwach uns konnten offensiv rein gar nichts kreieren. Nach dem Seitenwechsel und mit dem immer stärker werdenden Regen entwickelte es sich auf dem Rasen mehr oder weniger zu einer reinen Schlammschlacht. Spielerisch ging fortan noch weniger, als bereits im ersten Abschnitt und es war einfach nur noch ein Kampfspiel. Die Hausherren hatten so um die 70.-75. Minute ihre einzig gute Phase der Partie und hier auch zwei, drei kleinere Möglichkeiten, aber alles in allem war das natürlich viel zu wenig. Da aber auch Biesheim nur bedingt stärker war, mussten auch sie lange Zittern und zwar bis in der vierten Minute der Nachspielzeit, als sie mit dem 0-2 erst den Deckel drauf machen konnten. Kurz darauf war auch Schluss und da ich die letzten Minuten bereits im Regen in der Nähe des Ausgangs stand, konnte ich direkt nach Abpfiff schnellen Schrittes in Richtung Auto abhauen.

 

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