Saison 2024/25

Rheinlandliga

16. Spieltag

 

netclusive Arena (KR)
(Westerburg)

 
Samstag, 16. November 2024 / 17:30 Uhr
 
SG Westerburg/Gemünden/Willmenrod -
FSV Trier-Tarforst


3:6 (0:4)


Tore:

0:1 (6.) Elias Heitkötter

0:2 (11.) Julian Schmitz

0:3 (28.) Elias Heitkötter

0:4 (37.) Luca Quint

1:4 (56.) Matthias Wengenroth (Foulelfmeter)

2:4 (64.) Matthias Wengenroth

3:4 (67.) Paul Reichelt

3:5 (75.) Matthias Finsterwalder

3:6 (81.) Nico Neumann

  

Gelbe Karten: Albert Kudrenko (50.), Pascal Kreckel (83.), Dennis Besirovic (86.) / Luca Quint (57.).

Schiedsrichter: Robert Depken

Zuschauer: 120

 

Das war dann mal wieder so ein Moment, wo man am Liebsten nur heim ins Bett will, um dann dort einfach die Decke über den Kopf zu ziehen. Der EC Bad Nauheim gestern Abend in Kassel verloren, Kickers Offenbach eben gerade beim TSV Steinbach Haiger ebenfalls eine Niederlage kassiert und dementsprechend war meine Laune irgendwo viele Meter unter Erde zu finden. Ich hatte noch einen Kick für danach rausgesucht, auch hier war die Lust eigentlich gar nicht mehr wirklich vorhanden, aber kneifen gilt nicht, es muss ja weiter gehen. Ich hatte quasi alle Zeit der Welt, waren es aus Haiger doch nur 34 Kilometer, die vom Navi mit 31 Minuten angesetzt waren. Um 16:10 Uhr fuhr ich im Siegerland los und an Rennerod vorbei ging es nach Westerburg. Die Strecke führte nur über Bundes- und Landstraßen, aber Verkehr war nicht wirklich viel und so parkte ich bereits eine Dreiviertel Stunde vor Anpfiff meine Auto am oberen Ende des Kunstrasens. Ich blieb bei 3 Grad Außentemperatur aber erst noch mal für knapp 15 Minuten im Auto sitzen und drehte dann nach Bezahlen von sechs Euro und dem Betreten des Sportgeländes logischerweise direkt erstmal meine Foto-Runde. Es folgte noch eine Wurst und dann begann das Spiel auch schon fast.

 

In der Rheinlandliga trafen sich mit der SG WGW und dem FSV Trier-Tarforst zwei Vereine, die beide tief im Abstiegskampf stecken. In der 18er Liga waren es die Plätze 16 und 13, was bei vier geplanten Absteigern bedeutet, dass der FSV knapp unter und die SG knapp über dem Strich steht. Die heutigen Kontrahenten trennen aber nur drei Punkte und allgemein sind die letzten sieben Ränge nur fünf Punkte auseinander, dichtes Gedränge also da unten.

 

Zu sehen bekam ich von Beginn an ein komplett dominierendes Team aus dem Stadtteil von Trier. Von Minute Eins an war man das klar überlegene Team und hatte viele Offensivaktionen zu bieten. Man ging früh in Führung und konnte nach elf Minuten bereits schon die zwei Bude folgen lassen. Von den Einheimischen war gar nichts zu sehen, während die Gäste weiterhin auf die Tube drückten und ihre Führung bis zum Gang in die Kabinen noch auf 0-4 ausbauen. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann plötzlich ein anderes Spiel, denn die Hausherren hatten plötzlich den Vorwärtsgang gefunden und waren nun die bessere Mannschaft. Durch einen (berechtigten) Foulelfmeter wurden sie aufgeweckt und drängten den FSV fortan nur noch in die eigene Hälfte. Plötzlich funktionierte fast alles und in knapp zehn Minuten erzielte man drei Tore, so dass es nach 67 Minuten nur noch 3-4 stand. Sogar eine ganz dicke Möglichkeit auf den Ausgleich hatte man, aber der Ball wollte in diesem Fall nicht über die Linie. Das wollte er dann aber auf der anderen Seiten, als Tarforst mit einen ihrer ersten geordneten Angriffe in der zweiten Halbzeit durch einen ihrer Besten auf dem Feld den Run der Gastgeber unterbinden konnten. Man merkte wie die Köpfe trotz der guten Aufholjagd direkt wieder nach unten gingen und so fiel sogar noch ein weiterer Treffer zum 3-6 Endstand. Am Ende nehmen die Gäste verdient die drei Punkte mit an die Mosel und überholten aufgrund des besseren Torverhältnis sogar den heutigen Kontrahenten in der Tabelle.

 

Um 19:25 Uhr konnte ich den Motor (plus normale Heizung und Sitzheizung) starten und machte mich direkt auf den Weg in Richtung Heimat. Die Strecke waren 104 Kilometer (laut Navi 1:19 Std.) und führte mich an Seck und Merenberg vorbei bei Weilburg auf  die B49. Diese bis Wetzlar befahren, führte mich die A45 bis Berstadt und der Rest waren dann nur noch Bundes- und Landstraßen. In Nidda sprang ich nochmal schnell in einen Supermarkt und war dann um 20:48 Uhr, also drei Minuten nach Beginn des Nations League Spiels gegen Bosnien-Herzegowina, komplett zuhause.