Saison 2024/25

Kreispokal Wiesbaden

(2. Runde)

 

Sportplatz Waldstraße (KR)
(Wiesbaden)

 
Donnerstag, 24. Oktober 2024 / 20:00 Uhr
 
SG Germania Wiesbaden -
SV Frauenstein


4:2 (1:1)


Tore:

0:1 (15.) Dario Novak

1:1 (39.) Kalon-Jamal Prator

1:2 (59.) Paul Luis Faber

2:2 (80.) Armin Sabanovic

3:2 (86.) Yazan Eskhita

4:2 (90.+3.) Luigi Riggio

  

Gelbe Karten: Luigi Riggio (57.) / Max Reinhardt (37.), Ufuk Seyfi (57.), Kevin Blum (73.), Lukas Reinhardt (90.+1.).

Schiedsrichter: Patrick Glaser

Zuschauer: ca. 120

 

Auch für den heutigen Tag machte ich mich auf die Suche nach einem Spiel auf Naturrasen, aber leider gab es keins mehr, was mir noch fehlte in der Kreisoberliga (oder höherklassig). Somit musste ich mir dann doch wieder einen Kunstrasen heraus suchen, aber immerhin spielte mit Germania Wiesbaden ein Team zuhause, welches neben dem künstlichen Grün wenigstens ein wenig Ambiente zu bieten hat und nicht nur den sterilen Kunstrasenplatz mit einfach Nichts daneben. Bis vor zwei Jahren war es hier sogar noch ein Naturrasen-Platz, aber leider schaffte ich es in dieser Zeit nie hier her.

 

In der zweiten Runde (Sechzehntelfinale) des Kreispokal Wiesbaden traf die einheimische Germania auf den SV Frauenstein, zwei Kreisoberligisten auf den Plätzen Vier und Zwei. Beide trennen nur fünf Punkte in der Tabelle, wobei der SVF als direkter Verfolger des Tabellenführers zuletzt hier abreißen lassen musste durch nur ein Remis und eine Niederlage gegen zwei Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Die Einheimischen wollten eigentlich gerne ebenfalls ein Wort um den (Wieder)Aufstieg mitreden, nachdem man zwei Saisons in Folge aus der Kreisliga A bis in die Gruppenliga aufgestiegen war und hier nach der Vorrunde Platz 6 belegte. In der vergangenen Rückrunde holte man aber nur noch acht Punkte und verlor am letzten Spieltag das direkte Duell „am Strich“ auswärts mit 0-4 und rutschte nach dem letzten Spiel mit 38 Punkten auf die Abstiegsränge, ganz bitter.

 

Nach Feierabend, Abendessen und Couch Time machte ich mich um 18:34 Uhr auf die 103 Kilometer einfache Strecke, die das Navi mit 1:09 Stunden angegeben hatte, also etwas mehr als eine Viertelstunde Puffer. In Staden auf die A45 und via B43A an Hanau vorbei, war die A3 dann immerhin wieder frei, denn der Anfahrtsstau des komischen Vereins von der falschen Main-Seite war weg, weil man dort ja um 18:45 Uhr Anstoß hatte. Am Wiesbadener Kreuz wechselte ich nochmal auf die A66 und von der Abfahrt Wiesbaden-Biebrich waren es nur noch ziemlich genau zwei Kilometer Stadtverkehr. Einen Parkplatz fand ich am Kopfende des Sportgeländes, lief aber logischerweise erst einmal in die falsche Richtung, wo es wegen eines Wohnkomplexes auch nicht weiter ging, also wieder zurück und auf der anderen Längsseite entlang, war dann am gegenüber liegenden Kopfende endlich der Eingang erreicht. Da ich ja früh genug war, konnte ich nach dem Bezahlen von 3,50 Euro auch noch meine Foto-Runde drehen, bevor das Spiel begann.

 

In den ersten Minuten dominierten der SVF die Partie und es rollte Angriff um Angriff in Richtung Tor der Hausherren. Die 0-1 Führung nach etwas mehr als einer Viertelstunde war eigentlich fast sogar noch zu wenig für diese Überlegenheit. Irgendwann war es aber wie abgeschnitten und plötzlich hatten die Germanen die Oberhand, trafen aber erst zwei Mal das Aluminium, bevor sie den Ball im Netz unterbrachten. Der Ausgleich kurz vor dem Gang in die Kabinen war mittlerweile auf jeden Fall verdient in diesem echt flotten Spiel, was mich durchaus ganz gut unterhielt. Nach dem Seitenwechsel war es wieder Frauenstein, die besser in Tritt kamen, die erste Großchance dann aber erneut von den Germanen, die die Kugel das dritte Mal ans Torgestänge jagten. Der SV ging ein zweites Mal heute in Führung und trotz den drei Mal Latte/Pfosten auf der anderen Seite fand ich es irgendwie verdient. Wie aber auch schon im ersten Abschnitt wendete sich das Blatt erneut aus dem Nichts und ab der etwa 70. Minute spielten nur noch die ganz in schwarz gekleideten. Der Ausgleich knapp zehn Minuten vor Ende der regulären 90 Minuten nervte mich noch sehr, denn auf Verlängerung hatte ich heute ja gar kein Bock, aber die Germanen machten einfach offensiv weiter und trafen zuerst in der 86. Minute zur ersten eigenen Führung und machten in den vier Minuten Nachspielzeit auch noch endgültig den Deckel drauf. Klasse Abschluss auf einen super unterhaltsamen Donnerstagabend-Kick.

 

Bis ich zurück in meinem Auto war, war es schon fast wieder 22 Uhr. Ich fuhr logischerweise direkt los und war ruckzuck auf der Autobahn. Wie so oft auch heute auf dem Rückweg die gleiche Strecke wie auch bereits auf dem Hinweg. Auf Höhe Flughafen bekam ich schon Vorfreude auf den bevorstehenden USA-Trip, aber noch ist es lange nicht so weit, es sind immer noch sechs Arbeitstage, ein paar wichtige ECN- und OFC-Spiele, sowie auch das ein oder andere Hopping-Erlebnis dazwischen. Um 23:15 Uhr war ich wieder daheim und gammelte erneut bis weit nach Mitternacht am Laptop herum. Morgen ist ja zum Glück Freitag und ich muss nur bis 13 Uhr arbeiten und dann ist Wochenende angesagt.